Profiling – Das Wissen um die eigenen Stärken

7.Juli.2010

- denn Schwächen gibt es nicht

Zwei klassische Fragestellungen im Bewerbungsgespräch:

“Nennen Sie mir Ihre Stärken.“  “Nennen Sie mir Ihre Schwächen.“

Die Vorbereitung auf diese Fragestellungen, das Finden der richtigen Antworten quält. Zum einen sicher deshalb, weil die wenigsten tatsächlich ihre Stärken benennen können. Schwächen hingegen auf zu zeigen ist überhaupt kein Problem.

Werden wir doch von Kindesbeinen an, permanent auf das hingewiesen, was wir nicht können.

Daraus folgt:

Defizitäres Denken. Einseitigkeit in der gedanklichen Ausrichtung. Bemühungen, diese Schwächen auf zu holen. Ein stetiges Hinterherlaufen.

Mangelnde Möglichkeiten, sich zu profilieren!

Im Coaching und Training benutze ich sehr gern das Statement:

„Ich kann nur das verkaufen, was ich habe.“

Schwächen und dazu gehören für mich auch erlerntes „Übertünchen“ derselbigen, gehören nun mal nicht dazu! Selbstverständlich ist es in unserer Zeit vor dem Hintergrund des stetigen Wandels wichtig, lernbereit und lernfähig zu sein. Ich meine mit „Übertünchen“, dass es Fähigkeiten und Fertigkeiten gibt, die sich eine Person aneignen kann, jedoch niemals gern oder perfekt ausüben wird, da die Eigenschaften der Person dies nicht zulassen.

Stellen Sie sich ein Person vor, deren Merkmale u.a. – Kommunikationsfähigkeit, Austausch, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, Gemeinschaft – sind. Dieser Person lässt man eine Qualifizierung zum Anwendungsentwickler angedeihen, da der Arbeitsmarkt dieses Berufsbild fordert.

Wird dieser Mensch, sofern er denn überhaupt Arbeit findet, ein zufriedener, leistungsorientierter Mitarbeiter?

Profiling – Ermittlung der Stärken

Nachdem wir uns nun von dem Begriff der charakterlichen Schwächen verabschiedet haben, gilt es nun Hilfestellungen zu geben, wie Stärken ermittelt werden können.

Hier können uns nun doch die, von unseren Mitmenschen aufgezeigten Schwächen einen Anhaltspunkt geben.

Beispiel: Gern wirft man mir im täglichen Arbeitsprozess meine Unordentlichkeit vor. Zweifelsohne ist es richtig, dass ich über die Charaktereigenschaft Ordentlichkeit in keinster Weise verfüge. Eindeutig stehen dieser „Schwäche“ die Stärken – Strukturiertheit, Systematik und Kreativität gegenüber, quasi als Ausgleich zum „Chaos“.

Eine strukturiertes Vorgehen zur Ermittlung der Stärken liefern diverse Profiling-Instrumente.

Als Coach und Trainer arbeite ich unter zwei verschiedenen Herangehensweisen:

  • Klärung der Stärken über den Weg: Was sind meine Tätigkeitsfelder? Welche Hobbys habe ich? Was interessiert mich im Haushalt und der Familie? Engagiere ich mich politisch oder sozial?
    Also eine Stärkendefinition über das – was ich tue!
  • Selbstanalyse der Stärken über die Fragestellung: Wer bin ich? Warum habe ich diese Meinung und Einstellung zu Ereignissen und Situationen? Warum verhalte ich mich so, wie ich mich verhalte.

Wichtig bei der Auswahl der Herangehensweise ist die Person selbst, deren aktuelle Situation und Zielsetzung.

Stärkendefinition zur Standortbestimmung

Forderungen nach Flexibilität, Teamarbeit und Belastbarkeit sind auf dem Arbeitsmarkt üblich und selbstverständlich. Um den eigenen Standpunkt vertreten zu können und somit auch den Marktwert zu erhöhen, sollte jede Person um die eigenen Stärken wissen.

Allein der Begriff Flexibilität lässt sich in einer Dreiteilung definieren:

  • zeitlich
  • räumlich
  • aufgabenbezogen

Definieren Sie Ihre Flexibilität.

Damit Sie das verkaufen können, was Sie haben!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr jobperform Team

[der Mensch macht's!] – gerade auch in der Flexibilität

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Russische Philosophie – Die zwei Möglichkeiten

4.Juni.2010

Sie kennen das – aus eigener Lebenserfahrung!
Häufig haben Sie zwei Möglichkeiten, die “richtige” Auswahl führt, wie die folgende Geschichte zeigen wird, zu weitreichenden Konsequenzen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß damit!

Zwei Möglichkeiten

Wenn du kommst auf Welt, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst werden Mann oder kannst werden Frau.

Wenn du wirst Frau, hast du besser, heiratest Mann, bist versorgt.

Wenn du wirst Mann, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen in Fabrik oder kannst kommen in Krieg.

Wenn du kommst in Fabrik, hast du besser.

Wenn du kommst in Krieg, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen auf Schreibstube oder an Front.

Wenn du auf Schreibstube kommst, hast du besser.

Wenn du kommst an Front, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst fallen oder bleibst am Leben.

Wenn du bleibst am Leben, hast du besser.

Wenn du fällst, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen in Grab allein oder in Grab mit Masse.

Wenn du kommst in Grab allein, hast du besser.

Wenn du kommst in Grab mit Masse, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst bleiben liegen oder kannst genommen werden heraus.

Wenn du bleibst liegen, hast du besser.

Wirst du genommen heraus, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen in Fabrik für Seife oder in Fabrik für Papier.

Wenn du kommst in Fabrik für Seife, hast du besser,

du kannst werden Parfum für feine Dame.

Wenn du kommst in Fabrik für Papier, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst werden Schreibpapier oder Krepppapier.

Wenn du wirst Schreibpapier, hast du besser.

Wenn du wirst Krepppapier, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen um Blumentopf für feine Braut auf Hochzeit

oder kannst kommen auf Rolle.

Wenn du kommst um Blumentopf, hast du besser.

Wenn du kommst auf Rolle, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst kommen auf Herrenlokus oder auf Damenlokus.

Wenn du kommst auf Herrenlokus, hast du besser.

Wenn du kommst auf Damenlokus, hast du zwei Möglichkeiten:

Du kannst benutzt werden für vorne oder für hinten.

Wenn du wirst benutzt für vorne, hast du besser.

Wenn du wirst benutzt für hinten, bist du sowieso im Arsch.

(Quelle: unbekannt)

Sehen Sie daher zu, dass SIE immer aktiv die für sie attraktivere Möglichkeit wählen können.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr jobperform Team

[der Mensch macht's!] – gerade in der Entscheidungsfindung

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Wie motiviere ich einen Eisbären

4.Mai.2010

Es war einmal ein Zoo. Alle Tiere waren in engen Käfigen eingesperrt. Nur wenige Quadratmeter zum Hin- und Herlaufen. Tiere im Schaukasten. Ein alter Zoo – wie im letzten Jahrhundert. Eines Tages übernahm ein neuer, junger Zoodirektor die Leitung des Zoos. Er war voll des guten Willens und voller Bewunderung für alle Tiere.

Bereits am ersten Tag, bei einem Rundgang durch seinen Zoo,  sah er den Eisbären in seinem Käfig. 5 mal 4 Meter Auslauf. Ein großer, kräftiger Eisbär. Offensichtlich noch mit ungebrochener Lebenskraft. Auf und ab. Hin 5 Meter. Wendung. Zurück 5 Meter. Auf und ab. In rhythmischer Gleichmäßigkeit. Bei jeder Wendung ein dröhnendes Grollen. Furcht erregend schön. Doch der Zoodirektor hatte Mitleid mit diesem stolzen Tier. Diese prächtige Vitalität, eingesperrt auf 20 Quadratmetern.

Also beschloss er, ein großes Freigehege bauen zu lassen. Mit Felsen zum Klettern und sonnen und mit Wassergräben zum Schwimmern und Tollen. Das Geld war nach anfänglichen Schwierigkeiten bald aufgebracht. Die Bauarbeiten konnten beginnen. Der Zoodirektor fieberte mit wachsender Spannung auf den Tag, an dem der Eisbär aus seinem engen Verließ in das große Freigehege springen würde. Ihm schien es gar, dass der Eisbär von Zeit zu Zeit neugierig dem Schaffen und Treiben der Bauarbeiter von seinem Käfig aus zuschaute.

Dann kam endlich der monatelang heiß ersehnte Tag. Viele, alle waren eingeladen, beim großen Ereignis dabei zu sein. Die lokalen Politiker aller Parteien ließen es sich nicht nehmen, die Wichtigkeit des Ereignisses durch ihre Anwesenheit zu unterstreichen. Ebenso die Bischöfe beider großen Konfessionen. Die Journalisten der Lokalblätter und sogar zweier überregionaler Blätter warteten mit ihren Fotografen auf sensationelle Bilder. Zoodirektor, Bürgermeister und Bischöfe hielten ihre kurzen, aber besinnlich schönen Reden. Dachten doch auch alle an die neue Attraktion der Stadt, die sicherlich viele Touristen anlocken würde – und damit auch Geld.

Dann endlich, kam der große Augenblick.

Der Tierarzt des Zoos nahm ein Gewehr und schoss dem Eisbären eine Ampulle mit Betäubungsmittel in den Pelz. Nach einer halben Minute schlief der Eisbär fest. Die Bauarbeiter hatten genügend Zeit, die Gitterstäbe des alten Käfigs auszubauen und wegzutragen. Der Eisbär lag im Freien.

Alle warteten nun darauf, dass der Bär aufwacht, aufspringt und in das Gelände läuft, um es in Besitz zu nehmen. Der Bär wacht auf. Reckt sich. Schreit dröhnend, so dass jederman erschrickt und das animalische Verhalten bewundert. Jetzt, jetzt muss er doch endlich los laufen! Alle halten gespannt ihre Händer zum Klatschen und ihre Münder zum Jubeln und Aufschreien bereit.

Doch – der steht auf und nimmt seinen Trott wieder auf: 5 mal 4 Meter. Hin 5 Meter. Wendung. Zurück 5  Meter. Auf und ab. In rhythmischer Gleichmäßigkeit. Bei jeder Wendung ein dröhnendes Grollen. Furcht erregend schön. (Change Management, Reiner Czichos)

Wie motiviere ich meine Mitarbeiter

Motivation bezeichnet das auf emotionaler bzw. neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. (Wikipedia)

Legen wir diese Definition zugrunde, wird die engagierte Führungskraft nicht umhin kommen, sich mit der Persönlichkeit seiner Mitarbeiter und deren Zielsetzungen auseinander zu setzen.

In einem Training wurde uns mal folgendes berichtet: “Ich habe einen kompetenten, intelligenten  Mitarbeiter, den ich unbedingt zum Meister ausbilden lassen will. Leider konnte ich ihn bis jetzt noch nicht dazu bewegen, obwohl die Ausbildung nahezu kostenfrei für ihn ist.”

Ja, komisch, werden Sie jetzt vielleicht sagen.
Und das in der Zeit des “lebenslangen Lernens”.

Diese Führungskraft hatte nicht berücksichtigt, dass der Mitarbeiter sich in einer entscheidenden Phase seines Lebens befindet, der Familiengründung mit Hausbau und demzufolge seine Zeit lieber mit seiner Familie verbringen möchte als mit Meisterschülern – eben anderen Zielen folgt.

Wie kann diese Führungskraft den Mitarbeiter jetzt trotzdem für die Meisterausbildung motivieren?

Antwort: Indem dessen private Lebensumstände und Zielsetzungen in das Ausbildungskonzept und die Ausbildungszeiten einbezogen werden.

Und der Eisbär?

Veränderung bedeutet den Verlust von Sicherheit. Den Eisbären zu motivieren kann also bedeuten, ihm Schritt für Schritt in die Sicherheit zu bringen – es sei denn – der Eisbär findet es super auf und ab zu laufen – muss es ja auch geben, oder?

Mit herzlichem Gruß,
Ihr jobperform Team

[der Mensch macht's!] – gerade in der Motivation

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Die Wölfe in Ihnen

21.März.2010

Es gibt Kurzgeschichten, die ich Ihnen nicht vorenthalten will, weil sie lohnen weitergegeben zu werden:

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.
Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.
Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:
“Weißt du, wie ich mich manchmal fühle?
Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.
Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.
Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.”
“Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?” fragte der Junge.
“Der Wolf, dem ich mich zuwende und füttere” antwortete der Alte.

(Quelle: Unbekannt)

Es liegt einzig und allein an Ihnen, welchem Wolf Sie sich zuwenden und füttern.
Treffen Sie die Entscheidung daher aktiv und besonnen!
Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade bei Entscheidungsprozessen

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Das Potential in der Ruhe

15.März.2010

Geht Ihnen das manchmal auch so?
Es gibt Ereignisse, die Sie zwar betreffen aber nicht unmittelbar zu Konsequenzen veranlassen, weil Sie vielleicht das Ereignis nicht als direkte “Störung” oder “Beeinträchtigung” im eigentlichen Sinne empfinden.

Konkret geht mir das so, wenn ich die Schnelligkeit in der Wandelbarkeit der Dinge um mich herum betrachte. Ich werde täglich von so vielen Informationen unterschiedlichster Art in Form von Texten, Tönen und Bildern überschüttet, dass ich mich immer häufiger von einer Fremdsuggestion in die nächste gestürzt fühle. Die Welt schein sich immer schneller zu drehen – keine Zeit für Pausen, Geschichte wird gemacht, es geht voran!

In einem Kontext von “color up your life!”, “we love to entertain you!” und “Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?” klingt ein Appell zur Ruhe ja schon fast höhnisch.
Mir war der Gang zur Toilette immer heilig, weil es für mich auch eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit war. Vorbei – jetzt beschweren sich Menschen darüber, wenn ich nicht per Handy erreichbar bin oder es folgen Hinweise aus dem “social network”, weil ein Tweet oder Blogbeitrag nicht zeitnah genug von mir bearbeitet wurde.

Wenn ich im Auto sitze um meinem Job nachzugehen, schalte ich das Radio an, lege eine CD ein oder führe via Mobiltelefon Gespräche. Abends läuft die Glotze, die mich unterhält und irgendwann sanft  in den Schlaft “wiegt”.

Mittlerweile muss ich mich kontrollieren, um nicht Stunden in meinen sozialen Netzwerken ohne Zeitgefühl zu versumpfen.

Worauf genau will ich hinaus?

Ich möchte an Sie und mich mit einem flammendes  Plädoyer halten, den täglichen Stressfaktoren ihre zerstörerische Wirkung zu nehmen, indem wir bewusst Raum schaffen, der uns zur Ruhe kommen lässt. Lassen sie uns wieder zur Ruhe finden, um den persönlichen Akku aufzuladen und damit innere Stabilität zu ermöglichen.

Folgende fernöstliche Geschichte kann meinen Appell zur Ruhe nur verdeutlichen.

Zu einem Mönch kamen eines Tages mehrere Europäer, die ihn fragten: “Was für einen Sinn siehst du in der Ruhe?” Der Mönch war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt. Er antwortete lächelnd seinen Besuchern: “Schaut in die Zisterne! Was seht ihr?” Die Europäer blickten in die tiefe Zisterne. “Wir sehen nichts.” Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch sie erneut auf: “Schaut in die Zisterne! Was seht ihr?” Die Leute blickten wieder hinunter. “Ja, jetzt sehen wir uns selber!”
Der Mönch sprach: “Schaut, als ich vorher Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Ruhe. Man sieht sich selber!”

Wodurch aber kommen wir zu dieser Ruhe?

Die Antwort ist profan – alles dazu erforderliche kennen wir bereits – nur konsequente Umsetzung ist angesagt!
Wenn Sie jetzt gedanklich abschweifen, weil Sie das gern täten, aber aus dem allgegenwärtigen Zeitdruck heraus nicht können, dann, ja dann ist es umso essentieller, dass Sie sich mit der Thematik beschäftigen.

Entwickeln Sie Achtsamkeit!

Finden Sie ihren Weg, um die pausenlosen Suggestionen für eine bestimmte  Zeit zum Schweigen zu bringen. Generieren Sie Power aus der Ruhe, um Kraft und Klarheit für sich selbst zu gewinnen.

“Wo Klarheit herrscht, ist auch Ruhe, oder entsteht doch nach und nach von selbst.”
(Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand Freiherr von Humboldt)

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade durch Ruhe

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Der Weg zum Bahnhof

12.März.2010

Die  kleine Story macht folgendes deutlich – vieles ist eine Frage der Perspektive und damit stark vom gewählten Ansprechpartner abhängig .

Frage: Wo geht’s hier zum Bahnhof?

Folgende Antworten sind denkbar:

  • Gesprächstherapeut
    „Sie möchten also wissen, wo der Bahnhof liegt …”
  • Psychoanalytiker
    „Sie meinen also diese dunkle Höhle, wo immer etwas langes raus und rein fährt?”
  • Verhaltenstherapeut
    „Heben sie ihren rechten Fuß!
    Schieben sie ihn langsam nach vorne und setzen sie ihn wieder auf.
    Sehr gut!
    Hier ist ein Bonbon.”
  • Gestalttherapeut
    „Du, lass es voll zu, dass du zum Bahnhof willst!”
  • Hypnotherapeut
    „Schließen sie die Augen. Ihr Unterbewusstsein kennt den Weg.”
  • Kreativitätstherapeut
    „Hüpfen sie so lange auf einem Bein, bis ihr Kopf eine Idee freigibt.”
  • Provokationstherapeut
    „Ich wette, da kommen SIE nie drauf!”
  • Reinkarnationstherapeut
    „Welches Karma lässt dich immer wieder auf die Hilfe anderer angewiesen sein?”
  • Familientherapeut
    „Für wen in der Familie ist es besonders wichtig, dass sie zum Bahnhof gehen?”
  • Syst. Familientherapeut
    „Ich frage mich, was ihr Vater dazu sagen würde, wenn ihre Mutter diese Frage stellte.”
  • Bioenergetiker
    „Machen sie mal „Sch … Sch… Sch…” und sehen sie, was passiert!”
  • Logotherapeuth
    „Welchen Sinn macht es denn, zum Bahnhof zu gehen?”
  • Esoteriker
    „Wenn du dorthin sollst, wirst du den Weg schon finden.”
  • Soziologe
    „Kommt ganz darauf an, welche Klasse sie fahren …”
  • NLPler
    „Stell dir vor, du bist schon da … welche Schritte hast du getan?”
  • Sozialarbeiter
    „Lassen sie’s gut sein … ich gehe für sie.”

An wen würden SIE sich mit einer Frage wenden? Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – auch bei der Beantwortung von Fragen

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Was wissen wir wirklich?

3.März.2010

Ich habe vor kurzem eine Geschichte per E-Mail erhalten, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:

Ein alter Zen-Meister, bei dem nur noch ein Mönch lebte, züchtete Pferde.
Eines Tages lief sein wertvollster Hengst davon.
Die Nachbarn kamen, um ihr Bedauern auszudrücken,
doch der Zen-Meister sagte nur:
“Woher wisst Ihr, dass dies ein Unglück ist?”
Am nächsten Tag kam der Hengst, begleitet von einigen Wildpferden zurück,
und die Nachbarn kamen wieder, um zu dem Glücksfall zu gratulieren,
doch der Zen-Meister sagte nur:
“Woher wisst ihr, dass dies ein Glücksfall ist?”

Am nächsten Tag wurde der Mönch beim Versuch,
eines der Wildpferde zuzureiten,
abgeworfen und brach sich ein Bein.
Wieder kamen die Nachbarn,
um Ihr Mitleid zu bekunden,
doch der Zen-Meister sagte nur:
“Woher wisst ihr, das dies ein Unglück ist?”

Kurz darauf kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen,
doch da der Mönch verletzt war,
wurde er nicht als Soldat einberufen.

Doch wer weiß schon, ob dies ein Glücksfall ist?

(Quelle: Unbekannt)

Bewerten Sie Ihr Wissen nun anders? Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade in der Bewertung von Erlebnissen

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Work-Life-Balance – Wie verbanne ich die Arbeit aus meinem Leben?

24.Februar.2010

Immer wieder schlägt mir eine Formulierung wie die Faust in den Magen:

Ich lebe nicht, um zu arbeiten – sondern ich arbeite, um zu leben.

Ich beziehe mittlerweile keine Stellung mehr dazu, da meine Einstellung, das Arbeiten nicht nur zwingend zum Leben gehört, sondern auch selbiges bereichert, mich als Exoten dastehen lässt. Einen von der Sorte, mit dem man sich nicht unbedingt schmückt.

Aber -  Was bedeutet denn in dem Zusammenhang – Leben?

Freizeit, Sport, Reisen, Feiern, Hobby…………….?

Ich möchte noch einen weiteren Ausspruch hinzuziehen:

“Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren.” (Wilhelm Busch”)

Kennen Sie jemanden, der mit dem Hobby Fliegenmaden oder Briefmarken zu sammeln in die Analen eingegangen ist und/oder Spuren für die Menschheit oder das Umfeld hinterlassen haben?

Work-Life-Balance – Das Leiden am sinnlosen Leben (Viktor Frankl)

Haben Sie mal eine Arbeitsaufgabe gestellt bekommen oder sich selbst gestellt, in der Sie aufgegangen sind? Sie haben sich in die Thematik geradezu hinein gekniet und “verbissen” an der Lösung/Fertigstellung gearbeitet.

Wie ging es Ihnen nach der Abgabe, der Fertigstellung?

Vermutlich so gut, wie lange nicht mehr.

Das größte Problem unsere Arbeitswirtschaft liegt meiner Meinung nach darin, dass es nur wenigen Menschen gelingt, ihre Arbeit sinnhaft und damit erfüllend zu gestalten. Der Verlust der Sinnhaftigkeit im Tun scheint mir der Grund zu sein, das Leben in die Freizeit zu legen.

Jetzt werden Sie sagen / denken: Wer kann außer den Führungskräften oder Selbstständigen sein Aufgabengebiet überhaupt gestalten?

Hier geht mein Appell an die Führungskräfte: Geben Sie Ihren Mitarbeitern Sinn. Motivieren Sie über Eigenverantwortlichkeit. Führen Sie individuell. Dann macht die Arbeit Ihnen und Ihren Mitarbeitern wieder Spass und schafft Zufriedenheit – das dann gleichzeitig die Leistung steigt ist ein gewollter Nebeneffekt.

Mit herzlichem Gruß,
Ihre Wiltraud Natzke

[der Mensch macht's!] – auch bei der Balance

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Patchworker – Top oder Flop

15.Februar.2010

Ich glaube in der Karrierewelt ist nichts, bzw. niemand so umstritten wie der Patchworker.

Die einen loben das hohe Maß der Flexibilität, die anderen kritisieren genau dies und beschreiben den häufigen Arbeitsplatzwechsel als unstet und gar auch als unloyal.

Dabei streben doch gerade jetzt viele Unternehmen nach alternativen Organisationsstrukturen, in denen flexibler und  schneller auf die Anforderungen des Marktes reagiert werden kann. Darüber hinaus wird der Ruf nach der Lockerung der Kündigungsfristen immer lauter. Daher greifen mittlerweile viele Unternehmer auf  “Zeitarbeiter” auch für hohe Positionen zurück. Projektleiter, die rein projektgebunden beschäftigt werden, sind kein Einzelfall mehr.

Eigentlich müsste also die Karriere für Patchworker barrierefrei verlaufen.

Dennoch, aufgrund ihres “abwechlungsreichen” Lebenslaufes gelten Sie immer noch als undiszipliniert und unzuverlässig.

Patchworker – und wie sie Karriere machen können

Das Bild vom Patchworker wandelt sich stetig. Eine Meinung zieht sich jedoch immer noch wie einer roter Faden durch die Unternehmenswelt:

“Wenn Sie einen Experten suchen, stellen Sie jemanden mit einem möglicht geradlinig verlaufenden Lebenslauf ein.”

Es gibt vieles, was für diese Einstellung spricht.

Fakt ist aber auch, dass wir im Berufsleben – quer durch die Branchen – einem extremen Wandel unterliegen. Wer könnte mit dieser Situation besser umgehen, als jemand der sein ganzes Leben im und mit dem Wandel verbringt und es versteht den Wandel durch Kreativität, Flexibilität und Engagement zu nutzen. Eben der Patchworker.

Patchworker – der Verkauf von Vielfalt

Eine Grundregel in der Positionierung am Markt ist – Fokussierung auf die Stärken. Oder, ich kann nur das verkaufen, was ich habe.

Der Patchworker sollte genau das tun. Er sollte seine Stärken kennen und aktiv verkaufen, statt sich in den Bewerbungsgesprächen in Argumentationsfallen locken zu lassen.

Rechtfertigen Sie sich nicht für Ihr Leben. Verkaufen Sie ihre vielfältigen Erfahrungen aktiv. Profilieren Sie sich. Verkaufen Sie Ihr markantes Profil.

[ der Mensch macht's! ]

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Patchworker Wiltraud Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade in der Vielfältigkeit

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Gedankenlesen – das Wochendspiel

12.Februar.2010

Paarweise wird das “Gedankenlesen” erlernt, indem man auf nonverbale Botschaften achtet.

Spielbeschreibung

Die Teilnehmer finden sich paarweise zusammen. Einer stellt dem anderen geschlossene Fragen (Antwortmöglichkeit ja oder nein). Der Fragende sieht dabei genau auf die Mimik und andere nonverbale Verhaltensweisen, während der Befragte entweder mit nein oder mit ja antwortet (Die nonverbale Kommunikation unterscheidet sich je nach der Antwort). Wenn er das Gefühl hat, er hat alles beobachtet (mind. 15 Fragen), wird das Ganze nonverbal durchgeführt. Der Befragte “denkt” sich seine Antwort und der Fragende muss erraten, welche Antwort richtig ist.

Voraussetzung: Absolute Ehrlichkeit

Beispielfragen:

  • Fahren Sie gern Fahrrad?
  • Essen Sie gern Pfannkuchen?
  • Laufen Sie gern am Strand?

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – extrem beim Gedankenlesen

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